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Volvos zweiter Streich: V60 – ein echter Sportkombi

Nur wenige Wochen nach dem ersten Auftritt von Volvos Limousine S60 bringen die Schweden die Kombi-Variante ihres Mittelklässlers auf den Markt. Seine dominante Keilform, die schlanke, coupéartige Dachlinie machen den V60 zu einem echten Sportkombi. Das Modell wurde speziell für den europäischen Markt konzipiert. Hier sollen 90 Prozent der 50.000 Einheiten starken Jahresproduktion auch verkauft werden. Der neue V70 ist gewissermaßen Volvos zweiter Streich in puncto Sportlichkeit, denn S60 und V70 konkurrieren nach dem Willen ihrer Väter um den Titel „Dynamischster Volvo“.

Mit einem traditionellen Kombi konkurrieren will der Neue nicht. Wer viel Laderaum wünscht, kann zum V70 oder XC70 greifen, lautet die Empfehlung seiner Macher, die sich eher am Coupé als am Kombi orientierten. Und so sind auch dessen ausgeprägte Keilform und die schlanke coupéartige Dachlinie kein Zufall. Gesucht wurde ein Mix aus coupéhafter Anmutung bei komfortablem Platzangebot im Fond.

Den neuen Sportkombi der Schweden gibt es in zwei verschiedenen Fahrwerksvarianten: Für den europäischen Markt ist das dynamische Chassis Standard. Auf anderen Märkten wird das Komfort-Fahrwerk serienmäßig angeboten, und das dynamische Chassis ist dann als Option erhältlich. Den Unterschied machen die Dämpfer sowie die vorderen und hinteren Zusatzrahmen; die Komfort-Version ist etwas weicher abgestimmt.

Als Ergänzung zu den zwei Fahrwerksvarianten können alle V60-Modelle mit dem optionalen Four-C-Sportfahrwerk (Continuously Controlled Chassis Concept) ausgestattet werden. Gegenüber früheren Volvo-Modellen ist es modifiziert und verfeinert worden und soll dadurch noch mehr Kontrolle und Komfort bieten. Allradantrieb ist Standard im Volvo V60 T6 und optional erhältlich im Volvo V60 D5 mit Automatik.

Käufer eines V60 haben bei der Motorisierung die Qual der Wahl. Das Leistungsspektrum reicht von der ökonomischen, 115 PS (85 kW) starken DRIVe-Version bis zum turbogeladenen 304-PS-Hochleistungstriebwerk. Die Maßnahmen zur CO2-Reduzierung haben den Kraftstoffverbrauch im gesamten Motorenangebot gesenkt. Volvo-Ingenieuren ist es gelungen, den Kraftstoffverbrauch um zehn Prozent auf 100 Kilometern auf jetzt 9,9 Liter zu senken. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Automatikgetriebe der Schweden mit Geartronic-Funktion der zweiten Generation.

Neu ist der 2.0T GTDi, ein Vierzylinder-Benziner mit Direkteinspritzung und 2,0 Liter Hubraum und 203 PS/149 kW (max. Drehmoment: 300 Nm bei 1.750/min). Im V60 benötigt das Aggregat nur 7,9 Liter auf 100 Kilometern (vorläufige Angabe). Im Verlauf des ersten Produktionsjahres wird der neue V60 auch in einer 2.0T-GTDi-Variante mit 240 PS (176 kW) und 320 Nm Drehmoment angeboten. Neu auch ein 1,6-Liter-GTDi-Motor in zwei Leistungsstufen: der T3 mit 150 PS (110 kW) und der T4 mit 180 PS (132 kW).

Für den 2.0T, den T5 und den T4 stehen das Volvo Powershift Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (Option) oder eine manuelle Sechsgang-Schaltung zur Wahl, der T3 verfügt über ein manuelles Schaltgetriebe.

Das Motorenangebot umfasst darüber hinaus zwei Fünfzylinder-Turbodiesel. Das D5-Triebwerk mit Doppel-Turbolader verfügt über 205 PS/151 kW und ein maximales Drehmoment von 420 Nm (Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h). In der neuesten D5-Version sorgen zwei unterschiedlich große, sich ergänzende Turbolader über einen breiten Drehzahlbereich hinweg für zusätzliche Leistung. Die Folge: hoher Leistung, niedriger Kraftstoffverbrauch. 5,3 l/100 km (vorläufige Angabe) gehören nach Volvo-Angaben zu den besten seiner Klasse.

Hinzu kommt ein neu entwickelter 2,0-Liter-Motor mit 163 PS/120 kW und 400 Nm (Höchstgeschwindigkeit beim manuellen Schalter: 220 km/h; Automatikversion: 215 km/h). Der neue Fünfzylinder ist im Prinzip das gleiche Aggregat wie der aktuelle 2.4D, nur wurden für eine höhere Kraftstoffeffizienz Kolbenhub und Zylinderfüllmenge optimiert. Mit manueller Schaltung liegt der Gesamtverbrauch jetzt bei 5,3 l/100 km (vorläufige Angabe).

Exklusiv die Innenausstattung des Volvo V60, dabei versprechen die Schweden ein Interieur, das extrovertierter sei als zuvor, ohne dabei die skandinavischen Wurzeln zu verlieren. Neue Maßstäbe will man mit dem V60 in puncto Farbe, Form und Material setzen.

Klassische Merkmale des skandinavischen Designs wie Rationalität, Einfachheit, Klarheit und Funktionalität sind nach wie vor bestimmende Komponenten im neuen V60. Dazu gehören die im Verhältnis 40:20:40 geteilte Rückbank und der komplett umklappbare Beifahrersitz. Jede Lehne der dreiteiligen Rückbank lässt sich einzeln umklappen. Die Kopfstützen „fallen“ elektrisch. Maximale Nutzbarkeit gilt bei der Ladefläche. Die breite Heckklappe in Kombination mit dem Zusatzfach hinter den Radkästen und unter dem Ladeboden ist ein Beispiel für den systematischen Ansatz, großzügigen Stauraum zu schaffen. Insgesamt verfügt der V60 über eine Ladekapazität von 430 Litern. Die Rückbank kann auf den beiden äußeren Plätzen mit integrierten und zweistufig höheneinstellbaren Kindersitzen ausgestattet werden.

„Der Konkurrenzkampf in diesem Segment ist ausgesprochen hart, die Kunden wissen genau, was sie wollen. Deshalb haben wir im Innenraum sehr viel Wert auf das Gefühl exklusiver Qualität gelegt und den Volvo V60 mit einer Vielzahl innovativer Sicherheits- und Komfortfunktionen ausgestattet“, so Stephen Odell, Präsident und CEO der Volvo Car Corporation. Beispiel: die schon im S60 angebotene Advanced Stability Control. Dank eines neuen Wankwinkel-Sensors ist es möglich, Ausbruchstendenzen frühzeitig zu erkennen. Das System bezieht die Seitenkräfte ein, dadurch verbessert das System bei dynamischer Fahrt das Fahrgefühl und erleichtert schnelle Ausweichmanöver. Weitere Beispiele sind die Corner Traction Control, bei der in Kurven das innere Antriebsrad abgebremst wird, während das kurvenäußere Rad mehr Antriebskraft erhält, oder die Fußgängererkennung. Dieses System kann mit automatischer Vollbremsung Kollisionen mit Fußgängern bei Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h verhindern, falls der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert. Bei höherem Tempo wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs vor dem Aufprall so weit wie möglich reduziert und das Risiko schwerer Verletzungen deutlich minimiert. Die Geschwindigkeitsreduktion beträgt bis zu 25 km/h. (auto-reporter.net/arie)

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Veröffentlicht unter: Autonews

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