Autonews April 2007
In dieser Ausgabe: Peugeot 207 CC, Toyota Hybrid Special, Seat Leon Cupra
Pünktlich zum Frühjahrsbeginn kommt der Peugeot 207 CC auf den Markt. Ein kleiner Löwe mit großem Potential der Cabrio-Liebling der Saison zu werden, mit einem sexy Styling, das Frauenherzen höher schlagen lässt, und Fahreigenschaften, die den Testosteronspiegel der männlichen Klientel in die Höhe treiben dürfte. Schnittig und mit guter Kurvenlage, flott im Antrieb und dann noch oben ohne, was könnte das Herz mehr begehren?
Der 207 CC fährt in Sachen Länge und Breite auf Augenhöhe mit der Limousine, allerdings duckt er sich 75 mm tiefer. Beim Radstand ist dann wieder Gleichstand.
Ein Heer von Hydraulikpumpen und Sensoren öffnet die Haube nun vollautomatisch in 25 Sekunden, das manuelle Entriegeln wie beim 206 CC entfällt. Der Innenraum hat sich nicht wesentlich verändert: Ein schicke Innenausstattung und bequeme Sitze sorgen für Komfort. Auf den Rücksitzen des 207 CC ist wenig Platz. Wenn man die Seitenscheiben hochkurbelt, bleibt das Hereinwirbeln der Frischluft im Rahmen. Ein optionales Windschott soll die Wirbel weiter verringern helfen.
Für das Cabrio mit Metallklappdach gibt es drei Motoren: Das Angebot beginnt mit einem 120 PS starken 1,6-Liter Benziner. Der gleich große Turbomotor hat 30 PS mehr. Der Diesel hat 1,6 Liter Hubraum und kommt auf 109 PS. Der 207 CC ist aktuell ab 18.450 Euro zu haben. Das bleibt bis zum 30. April so, danach steigen die Preise um 500 Euro.
Nichtsdestotrotz bleibt nur ein Fazit: Vive la France, der Sommer kann kommen.
Einen Vorgeschmack auf das künftige Design der Toyota Hybridfahrzeuge gab Toyota auf dem Genfer Automobilsalon mit dem Hybrid X.
Der Hybrid X könnte direkt aus einem japanischen Manga-Comic entsprungen sein, tatsächlich wurde er jedoch im europäischen Designzentrum des Herstellers gezeichnet.
Peter Wandt (Toyota Deutschland): „Hybrid X ist auch die Interpretation eines Themas Hybrid als Familienfahrzeug, das heißt dann im Prinzip: Schauen wir uns einfach mal an, der Prius wird in absehbarer Zeit abgelöst werden, das könnte eine Interpretation sein des familientauglichen Hybridfahrzeuges für die nächsten Jahre.“
Innen bietet der 4,05 Meter lange Hybrid X in der Tat viel Platz und Licht für vier Passagiere. Ein Panoramadach und die gegen die Fahrtrichtung öffnenden hinteren Türen verstärken den luftigen Eindruck. Optische Dynamik gepaart mit ökologischer Hightech.
„Das heißt also auch hier: Geringer Umwelteinfluss, oder hohe Umweltverträglichkeit in dem Punkt bei großem Raumangebot auf relativ kompakten Abmaßen. Und mit einem großen Freiraum, das heißt, wenn man sich das Fahrzeug anschaut: große Glasflächen, nach oben hin offen, also das heißt auch hier: das Fahrerlebnis kombiniert mit geringem Umwelteinfluss.“
Das Showcar Hybrid X zeigt zweifellos, wie sexy Umweltverträglichkeit aussehen kann.
Der ebenfalls sehr reizvoll gestaltete FT-HS war schon zu Beginn dieses Jahres einer der Stars der Detroit Motorshow und wurde nun erstmals in Europa gezeigt. Nach der Hybridoffensive im Segment der Limousinen und der SUV´s , scheint die Zeit nun reif für den ersten Sportwagen mit Hybridantrieb.
„Das Konzept ‚Hybrid Sports’ geistert schon lange auch durch die Medien. Es ist eine Interpretation des Themas Sportwagen, naja sagen wir mal umweltverträglich zu machen. Wenn man sich die Leistungsdaten kurz anguckt, was soll hier passieren? Im Bereich der 4 Sekunden von Null auf Hundert, rund 400 PS mit einem 3,5 Liter Hybridantrieb der nächsten Generation. Also eine Interpretation des Themas: Auch Sportwagen können mit deutlich geringerem Umweltimpact auf den Markt kommen. Also von daher sicherlich Charakter einer Studie, aber die Konzeption eines sportlichen Hybriden, die werden wir sicherlich sehen.“
Noch ist leider nichts Genaues über einen eventuellen Serienbau des Supersportlers zu erfahren, doch die Vermutung liegt nahe, dass viele Details der Konzeptstudie FT-HS im Nachfolger des inzwischen eingestellten Toyota Supra zu finden sein werden.
Neue Technologien im Wettbewerb hat natürlich auch die exklusive Tochter Lexus im Angebot: In Kürze kommt der LS600h auf den Markt. Dieser Wagen verfügt über den derzeit stärksten Hybridantrieb im Automobilbau.
„Bei Lexus spielt der Hybrid natürlich generell eine Rolle. Wenn man sich einfach anschaut, wie groß die Modellpalette ist an Hybridfahrzeugen, dann ist die Deckung bei Lexus natürlich deutlich höher, als sie heute im Moment im Toyota-Bereich ist, zumindest wenn wir den europäischen Markt anschauen. Aber natürlich ist Lexus Kenkompetenz für Hybridantriebe und auch mit dem LS als Zeichen auch in der Oberklasse kann man mit hohen Leistungen geringe Verbräuche und geringen Umwelteinfluss realisieren.“
Das Fazit liegt auf der Hand: „Es ist Zeit was zu tun und Zeit was zu tun, das kann nicht nur Toyota alleine, sondern das müssen alle Automobilhersteller weltweit machen. Von daher, wir begrüßen eigentlich jeden Ansatz, der in diese Richtung geht und es ist natürlich eine Herausforderung. Wir sind ganz zufrieden und wir freuen uns auf den Wettbewerb.“
Kein Wunder, wenn man solche Vorlagen bieten kann.
Auto emoción in Reinstform – das ist der Seat Leon Cupra. Der Cupra schnellt davon wie ein Blitz, vorausgesetzt, man geht etwas gefühlvoll mit der Kupplung um. Schon nach wenigen hundert Metern merkt man, was für ein Kraftpaket unter der Haube steckt. In 6,4 Sekunden ist die 100 km/h-Marke geknackt, das schafft selbst der Golf R32 nicht schneller. Optisch kommt der Cupra eher dezent verändert daher: Ein anderer Grill mit breiten Lufteinlässen, 18-Zoll-Räder, ein Cupra-Logo am Heck. Viel unterscheidet ihn nicht vom herkömmlichen Leon. Seine Kraft bleibt ‚understatement’. Hier arbeiten 240 PS und erreichen ein Spitze von 247 km/h.
Im Cockpit sorgen Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und roten Ziernähten, ein perforiertes Lederlenkrand, der silberne Schaltknauf und weiß hinterlegte Instrumente und Alupedalerie für einen rennsportähnlichen Charakter. Die Sitze bieten in schnellen Kurven guten Seitenhalt ohne dabei einengend zu wirken.
Der Cupra macht mit geänderten Schürzen, einem ovalen Endrohr und 18-Zoll-Alus auf sich aufmerksam. Für ausreichende Negativbeschleunigung sorgen 345 Millimeter große Bremsscheiben. Der Turbo Seat kostet 26.867 Euro und bringt dafür einiges mit: Bi-Xenon-Licht, sechs Airbags, CD-Radio und 2-Zonen-Klimaautomatik gehören zur Serienausstattung. Zu den empfehlenswerten Optionen zählen Navigationssystem, Seitenairbags hinten und das elektrische Glasschiebedach.
Auto emoción in Reinstform eben…
Quelle: UnitedPictures.TV
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