Autonews März 2007

In dieser Ausgabe: BMW 1er, Smart ForTwo, Mercedes-Benz McLaren SLR

BMW 1er

Auf den ersten Blick ist dieser BMW der 1er, aber Halt: Irgendwas ist doch anders? Genau… da fehlen plötzlich zwei Türen. Nach gut drei Jahren und mehr als 200.000 verkauften Exemplaren bekommt der 1er von seinen Erbauern nicht nur eine Verjüngungskur, sondern auch gleich eine neue 3-türige Variante spendiert. Die fällt, wie gesagt, auf den ersten Blick kaum auf. Die neue Seitenlinie mit ungeteilten hinteren Scheiben und die deutlich in die Länge gewachsenen Türen unterstreichen das Styling der Karosserie-Variante von der Grundform. Die Abmessungen bleiben jedoch identisch.
Insgesamt zeichnet sich das neue Gewand des 1ers’s durch eine dynamischere Gestaltung von Scheinwerfern, Lufteinlass, BMW-Niere, Nebelscheinwerfern, Front- und Heckschürze, Rückleuchten und Stoßfängern aus.
Das fünftürige Modell wurde auf’s Detail analog umgestaltet, einziger Unterschied ist das Plus von zwei Türen.
Im Inneren umfasst die Neugestaltung zusätzliche Ablagemöglichkeiten, hochwertige Materialien und moderne Farbvarianten.
Beim 3-Türer besteht die aufpreisfreie Option den Fond mit konventioneller Rückbank oder ausgeformten Sitzmulden für zwei Plätze auszurüsten.
Der Basis-Benziner 116 i und das 6-Zylinder-Topmodell leisten weiterhin 115 bzw. 265 PS, beim 118i gibt es nun 143, beim 120i 170 Pferdchen im Antriebsstrang. Auch die Diesel sind erstarkt: der 118D auf 143, der 120D auf 177 PS.
Interessanteste Neuerung: die Motor-Start-Stop-Automatik. Steht das Auto, schaltet der Motor ab, wenn der Leerlauf eingelegt wird. Sobald der Fahrer das Kupplungspedal betätigt, startet die Maschine wieder.
Markteinführung für den Fünftürer ist im März, der dreitürige ist ab Mai erhältlich. Für die Basisversion sind mindestens 22.800 Euro fällig. Die Preisliste des Fünftürers beginnt bei 21.600 Euro.

Smart ForTwo

Der Ur-Smart wurde 1998 vorgestellt und entwickelte sich mit über 770.000 produzierten Einheiten zum Verkaufshit. Sogar in die ständige Sammlung des Museums of Modern Art in New York hat es das Unikum geschafft und steht dort als einziges aktuelles Auto neben so illustren Designerstücken wie einem Willis Jeep oder einem Formel 1-Ferrari. Vor allem aber in den europäischen Metropolen sind die kleinen Parklücken-Erhascher zu Hause. An den Proportionen hat sich nichts geändert, tatsächlich ist der neue ForTwo aber deutlich gewachsen. Die 20 cm plus in der Länge resultieren in erster Linie aus den schärferen Fußgängerschutzrichtlinien.
Von Anfang an wird auch das Cabrio angeboten. Neu: die Stoffbahn über den Köpfen lässt sich vollständig elektrisch betätigen. Optisch hat sich die zweite Generation des ForTwo nur wenig verändert, nach wie vor ist der die beste automobile Antwort auf die latente Parkraumnot in großen Städten.
Drei neue Benzin- und ein überarbeitetes Dieselaggregat stehen zur Wahl. Bei den Ottomotoren sind 61, 71 und 84 PS im Angebot, letzterer hat sogar einen Turbolader. Der Diesel bietet 45 PS.
Das Fahrwerk wurde stark verbessert. Der 5,5 cm längere Radstand und die 4 cm breitere Spur kommen dem Fahrkomfort spürbar zu gute. Nahezu unverändert blieben allerdings die Preise: Sie beginnen bei 9.490 Euro.

Mercedes-Benz McLaren SLR

Geschmeidig wie eine Raubkatze bewegt sich der SLR McLaren 722 Edition über die perfekt geteerten Straßen der boomenden Wüstenstadt Dubai am persischen Golf, der Heimat anspruchvollster und finanzkräftigster Autoenthusiasten. Die ideale Spielwiese also für eine automobile Extravaganz. Die auf 150 Stück limitierte Kleinserie ist eine Hommage an den Sieg von Stirling Moss bei der Mille Miglia 1955, der das Rennen mit der Startnummer 722 angetreten hat.
Zitat: „Der neue Rennsportwagen 300 SLR; die Presse geht in die Knie. Stirling Moss auf 300 SLR fährt einen Durchschnitt von 157 Kilometern. Das Überholen reißt bei diesen 1.600 Kilometern nicht ab und das auf den gewundenen Pässen des Appenin und in drückender Sonnenglut. Ein neuer, fast unglaublicher Rekord: 10 Stunden, 7 Minuten für 1.000 Meilen.“
Schon auf den ersten Blick ist der 722 Edition unverkennbar ein Supersportler, die palladiumgraue Lackierung betont die Nähe zum Rennsport. 19-Zoll-Leichtmetallräder lassen rote Bremssättel und die großen Bremsscheiben durchschimmern. Das kraftvolle Heck mit dem McLaren-Signet lässt den Willen zum Vortrieb deutlich erahnen.
Sportlichkeit in Perfektion auch im Innenraum: Lenkrad, Schaltknüppel und Handbremse sind mit feuchtigkeitabsorbierendem Wildleder überzogen. Karbon wohin das Auge blickt, echter Eyecatcher ist die Mittelkonsole. Der Instrumentenblock fokussiert auf die wesentlichen Informationen, alle Zifferblätter sind signalrot hinterlegt, Sportschalensitze sorgen für bestmöglichen Seitenhalt.
Rennsportattitüde perfekt auf Alltagsstraßen gebracht. Nicht nur die Ölscheichs werden schwach, wenn das Geschoß seine Kraft entfaltet. Für die sorgt der 5,5 Liter V8-Kompressormotor. Beschleunigung von 0 auf 100 in 3,6 Sekunden, 650 PS sei Dank. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 337 km/h erreicht. Alles in allem wurden für den 722 Edition mehr als 300 Teile modifiziert für noch mehr Leistung bei verbesserter Fahrwerksabstimmung.
Über den Preis muss an dieser Stelle übrigens gar nicht mehr gesprochen werden, denn alle 150 Exemplare dieses Objekts der Begierde sind bereits verkauft.

Quelle: UnitedPicturesTV

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