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Tata-Chef Forster holt Ex-BMW-Manager ins Team
Nur wenige Tage im Amt, rekrutiert der neue Tata-Chef sein Team. Worauf soll Carl-Peter Forster auch warten? Als neuer Chef der automobilen Sparte des indischen Mischkonzerns hat der ehemalige GM-Europachef und frühere BMW-Manager keine Zeit zu verlieren. Nachdem selbst der Anbieter des weltweit billigsten Fahrzeugs Nano von der globalen Absatzkrise nicht verschont geblieben ist und längst an Glanz verloren hat, soll es Forster richten. Zu den von ihm betreuten Marken gehören auch Jaguar und Land Rover, die der Firmenchef Ratan Tata vor zwei Jahren für 2,3 Milliarden US-Dollar von Ford erworben hatte. Bislang hatte der Inder an seinen Neuerwerbungen wenig Freude. Dieses Geschäft gibt Forster jetzt in die Verantwortung von Ralf Speth.
Der 54-Jährige, er wechselt vom Münchner Linde-Konzern nach Indien, ist nicht nur ein Vertrauter Forsters aus BMW-Zeiten, er kennt auch die ihm anvertrauten Marken Jaguar und Land Rover aus seiner Ära bei Ford, als er für dessen Luxussparte PAG mit den Marken Aston Martin, Jaguar, Land Rover und Volvo tätig war. PAG-Chef war seinerzeit der heutige Linde-Chef Wolfgang Reitzle, nachdem dieser BMW verlassen hatte.
Tata mit Sitz in einem gigantischen Wachstumsmarkt, der in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich pro Jahr um 15 Prozent zulegte, und einer bislang beispiellos preiswerten Fahrzeugproduktion, die nur durch China getoppt werden kann, verfügt über zwei Voraussetzungen, die Garant für künftigen Erfolg sein sollten. So sah es bislang nicht nur der Firmenchef höchstselbst, der angetreten war, es mit Platzhirschen wie Volkswagen und Toyota aufzunehmen. Und seine Pläne hat Tata nicht aufgegeben, auch wenn für die internationale Autoindustrie der indische Markt inzwischen zu einem Muss geworden ist, auf dem man selbst vertreten sein will.
Um seinem Geschäft den nötigen Drive zu geben und mehr zu bieten als nur Fahrzeuge im Billigsegment, setzt der Patriarch nun auf die Erfahrung deutscher Manager, vornehmlich solche von BMW. Zufall oder Strategie? – Nebensache. Für Tata zählt nur, dass es funktioniert. (auto-reporter.net/arie)
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