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MAN im Minus

Die MAN Gruppe musste im vergangenen Jahr ein Minus von 258 Millionen Euro nach Steuern hinnehmen. Sonderbelastungen außerhalb des operativen Geschäfts wie zu zahlende Bußgelder in Millionenhöhe wegen der Bestechungsvorfälle und Abschreibungen auf die Beteiligung an Scania drückten maßgeblich das Ergebnis des Lastwagen- und Maschinenbauers. Operativ verbuchte das Unternehmen 2009 einen Gewinn von 504 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,73 Milliarden Euro. Vor allem der massive Nachfrageeinbruch im Transportgeschäft ließ den Umsatz um 20 Prozent auf zwölf Milliarden Euro einbrechen. Der Auftragseingang ging von 14 Milliarden auf 9,9 Milliarden Euro um 30 Prozent zurück.

Im Nutzfahrzeuggeschäft konnte der 40-prozentige Umsatzrückgang auf 6,4 Milliarden Euro teilweise durch die brasilianische MAN-Tochter Latin America ausgeglichen werden. Das Unternehmen, es wird seit 31. März 2009 konsolidiert, steuerte in den letzten drei Quartalen von 2009 1,4 Milliarden Euro zum Umsatz bei. Bei MAN Diesel sorgten das Kraftwerks- sowie das After-Sales-Geschäft für eine Stabilisierung. MAN Diesel erzielte einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro (2008: 2,5 Mrd.), und MAN Turbo konnte diese Position mit einem 4-prozentigen Umsatzplus (1,4 Mrd.) leicht ausbauen.

Um auf den stärksten Nachfrageeinbruch der Nutzfahrzeugbranche in den letzten 80 Jahren in Europa zu reagieren, wurden von der MAN Gruppe zahlreiche Maßnahmen eingeleitet. Die Kosten wurden um 700 Millionen Euro reduziert, und die Steuerung des Working Capital und des Cashflow hat man der Situation angepasst. Die Kurzarbeit in der Nutzfahrzeugproduktion in Deutschland und Österreich nutzte das Unternehmen zur Fortbildung der Mitarbeiter und zur Einführung effizienterer Abläufe.

2010 erwartet die Gruppe, dass sich das Nutzfahrzeuggeschäft auf dem derzeitigen Niveau fortsetzen lässt. Auf Kurzarbeit wird im ersten Halbjahr an 50 Produktionstagen zurückgegriffen. Bei MAN Latin America erwartet MAN einen erneut positiven Geschäftsablauf. Im März führt der dortige Marktführer eine dritte Schicht ein und steigert die Kapazität von rund 50.000 auf 72.000 Fahrzeuge. Weiter im Fokus steht die globale Produktstrategie bei Nutzfahrzeugen vor allem in den BRIC-Staaten. (auto-reporter.net/arie)

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Veröffentlicht unter: Autonews

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