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Automobile Pioniere: Peugeots Quadricycle knackt Gotthard vor 100 Jahren
Um die Zuverlässigkeit ihrer Fahrzeuge zu demonstrieren, stellten sich bereits im 19. Jahrhundert die Pioniere des Automobilbaus Herausforderungen, die über die „üblichen“ Tests hinausgingen. 1897 startete auf der Straße von La Turbie oberhalb Monacos das erste Bergrennen der Motorsport-Geschichte im Rahmen des Rennens Marseille–Monte–Carlo. Der damalige Sieger im Gesamtklassement der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor war Peugeot.
Bereits 1891 ließ Armand Peugeot seinen Typ 3 Quadricyle auf der Strecke Paris–Brest mitfahren. Die technischen Daten des Gefährts: zwei Zylinder, 565 Kubikzentimeter, zwei PS. Zurückgelegt wurden hin und zurück immerhin 2.047 Kilometer, und die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,71 km/h war zur damaligen Zeit eine Sensation.
1895 überwand ein Peugeot Quadricycle als erstes Benzinauto den Gotthardpass in der Schweiz. Unter den äußeren Bedingungen mit ausgefahrenen Sand- und Schotterwegen, Maultierpfaden, landwirtschaftlichen Wegen für Pferdedroschken und von Apothekern in kleinen Mengen verkauftem Benzin ist dies umso beachtlicher.
Schnell wurde damals klar: Das Ziel in der Automobilproduktion heißt Zuverlässigkeit. Auch die inzwischen gegründeten Automobilklubs sahen, dass es nicht genügt, Rennen zu fahren, um Autos zuverlässig und bergtüchtig zu machen. Die Alpenfahrten als Zuverlässigkeitswettbewerbe waren geboren, und so schrieb 1907 der Österreichische Automobilclub die erste Prüfungsfahrt für kleine Autos aus, die dann im Jahr 1910 mit der ersten Alpenfahrt begann. Vom 15. bis 18. September feiert die österreichische Alpenfahrt ihr 100-jähriges Jubiläum und ist damit die älteste noch existierende Rallye der Welt. (Auto-Reporter.NET/br)
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