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Auto China 2010: Deutsche Marken wollen in China schneller wachsen als der Markt

„China wird für die deutsche Automobilindustrie immer wichtiger. Unsere Unternehmen bauen ihre Position auf dem dynamisch wachsenden chinesischen Markt konsequent weiter aus. 2009 haben wir erstmals die Millionen-Marke geknackt und mehr als 1,14 Mio. Pkw in China produziert. Auch der Export nach China brummt: 2009 wurden rund 300.000 in Deutschland hergestellte Pkw nach China exportiert. Das ist fast jedes zehnte Auto, das wir exportieren. Wir gehen davon aus, dass der Pkw-Absatz – Vor-Ort-Produktion und Export zusammen genommen – der deutschen Konzernmarken im laufenden Jahr in China um 18 Prozent auf rund 1,7 Mio. Fahrzeuge steigen wird,“ sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der Auto China 2010 in Peking.

In China sind die deutschen Marken insbesondere im Premium-Segment führend. Dort haben sie einen Marktanteil von 80 Prozent – mit einer weiter steigenden Tendenz. So werden auf der Auto China erstmals der „gestreckte“ BMW 5er, die ebenfalls verlängerte Mercedes-Benz E-Klasse und der Audi A8 mit jeweils längerem Radstand sowie der neue VW Phaeton präsentiert. Allein der Volkswagen-Konzern bringt sieben neue Modelle in diesem Jahr in China auf den Markt – die alle vor Ort gefertigt werden.

Allein im ersten Quartal haben die deutschen Konzernmarken ihren Absatz in China um mehr als 50 Prozent auf 427.000 Pkw gesteigert. „Es wäre unrealistisch, wenn wir dieses hohe Tempo auch für das Gesamtjahr unterstellen würden. Aber der chinesische Markt wird mit Sicherheit schneller wachsen als Westeuropa oder der US-Markt,“ betonte Wissmann. „Und wir haben das Ziel, auch künftig mindestens so schnell zuzulegen wie der Gesamtmarkt in China.“ Für das laufende Jahr erwartet der VDA für den chinesischen Pkw-Markt insgesamt ein Plus von 16 Prozent auf 9,7 Mio. Einheiten. „China hat bei der individuellen Mobilität noch großes Potenzial: Während in Deutschland rund 500 Autos auf 1.000 Einwohner kommen, sind es in China erst 21“, erläuterte VDA-Präsident Wissmann.

Der Wachstumsmarkt China macht für die deutschen Hersteller und Zulieferer eine Erhöhung des Lokalisierungsgrads notwendig. Die deutschen Unternehmen erhalten dabei Unterstützung vom Qualitäts-Management-Center des VDA (VDA-QMC), das sich auch der Auditorenausbildung, dem Training und der Lieferantenqualifikation widmet. Das QMC bietet zudem Hilfen beim Markteintritt und Unterstützung bei Marktuntersuchungen an. In Peking wurde das Büro des VDA-QMC bereits vor fünf Jahren gegründet, die Dependance in Shanghai wurde Mitte 2006 eröffnet. (auto-reporter.net/Peter Hartmann)

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Veröffentlicht unter: Autonews

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